Physec GmbH

Physec schreibt sichere Software für Autoschlüssel und Co.

Die drei Bochumer haben eine Mission: „Wir wollen das Internet der Dinge sicherer machen“, sagt Dr. Heiko Koepke, Gründer und Geschäftsführer von Physec, über den Anspruch seines Unternehmens. Gemeinsam mit seinen Geschäftsführer-Kollegen Dr. Benedikt Driessen und Christian Zenger gründete er aus der Ruhr-Universität Bochum (RUB) heraus die Physec GmbH. Das Ziel: Übertragungen bei drahtlosen Netzwerken einbruchssicherer zu machen – zum Beispiel bei funkgesteuerten Schließanlagen.

Immer mehr Gegenstände kommunizieren per Funk miteinander – „Smart Home“, „Produktion 4.0“ und „vernetzte Geräte“ sind in aller Munde. Die Verlockungen für Kriminelle sind entsprechend groß. Physecs Idee: Jedes „Ding“ bekommt einen individuellen Funkschlüssel, der sich regelmäßig ändert. Einbruch zwecklos – bis man die Verschlüsselung geknackt hat, hat sie sich schon längst geändert. Kein Wunder also, dass Physec den Ideen-Wettbewerb der RUB und das EXIST-Gründerstipendium schnell gewann. Nur: Wie schreibe ich den geforderten Businessplan?

Der Senkrechtstarter-Flyer führte die drei Gründer auf die richtige Spur. „Die Teilnahme am Senkrechtstarter war genau die richtige Entscheidung, um unseren Businessplan schreiben zu können“, resümiert Koepke. Der Erfolg gibt ihm recht: 1. Platz im Wettbewerb 2015/16 und die bevorstehende Serienfertigung. Sein Tipp an alle Teilnehmer: das eigene Geschäftsmodell hinterfragen – der Senkrechtstarter ermöglicht das.

Interaktive 3D-Kommunikation

Dominik Kraatz und Sascha Sohn sind Inzept3D: Entwickler einer Präsentätions- und Kommunikationslösung für Architekten. Durch einfachen Datei-Import können Auftraggeber, Bauunternehmer oder Partner Entwürfe dreidimensional anschauen, ohne teure Programme zu kaufen – software-, endgeräte- und standortunabhängig. Eine Marktlücke, die auch ein Bochumer Unternehmer erkannt hat und kräftig in das Start-up investierte.

Bevor es allerdings so weit war, haben die beiden Gründer mit dem Senkrechtstarter einen niet- und nagelfestern Businessplan geschrieben – und 2018 den dritten Platz erreicht. „Teilgenommen haben wir eher kurzentschlossen durch den Tipp einer Freundin. Wir wussten allerdings schon vorher, dass wir Unterstützung bei der Unternehmensplanung brauchen, da kam der Senkrechtstarter gerade recht“, sagt Dominik. Bereut haben die beiden diese spontane Entscheidung nicht: „Wir haben im Wettbewerb alles mitgenommen, uns mit den Experten intensiv ausgetauscht und parallel den Businessplan geschrieben“, beschreibt Sascha die Teilnahme. Und das hat sich gelohnt.

Dominiks Tipp an alle künftigen Senkrechtstarter: „Sprecht mit anderen über Eure Idee. Der Wettbewerb ist die Chance, Fachinput, andere Perspektiven zu erhalten und sich mit seiner Idee kritisch auseinanderzusetzen, so dass aus ihr ein Business werden kann.“

Weitere Infos: inzept3d.com